Den Satz von ScrewD stimme ich auch nicht zu, aber ich finde es dennoch interessant, dass du einer der wenigen LoL Spieler bist, der LoL schwieriger findet.
Erstmal muss man sagen, dass Dota 111 Helden hat und LoL 129 Champions. Der unterschied ist nicht so groß (nimmt man die Bonusfähigkeiten von Helden in Dota hinzu, dann kommt man auf eine etwa gleiche Anzahl an Fähigkeiten der Helden).
Ähnliche subjektive Aussagen wie "Das was man in 3 Monaten in Dota lernt, lernt man niemals in der Zeit in LoL" sind Schwachsinn. Solche Aussagen lassen sich gar nicht erst treffen, da man (wenn man beide Spiele spielen will) mit einem Spiel erst anfängt. Und die absoluten Basics wie das grobe Gerüst der Map, bischen auch die Mechanik des Last-hittens und die Minimap in beiden Spielen gleich sind und man somit diese kein zweites mal lernt.
Zitat
Da fällt mir gerade auf, die Champion releases und der Fakt das du den Champion erst kaufen musst um ihn wirklich Verstehen zu können bringt noch eine Ebene an Schwierigkeitsgrad dazu.
Also ich finde, dass dies viel weniger ein Problem ist, als einfach die große Überforderung in Dota am Anfang, da alle Helden zur Verfügung stehen.
In LoL kriegst du durch den Rythmus der Rotation nach und nach die Helden an die Hand gelegt. Da es relativ wenige wöchentlich sind, spielt man gegen diese auch relativ häufig und lernt die gut kennen.
So wie ich es von den anderen LoL Spielern hier im Thread mitbekomme, sind auch die Meta-Changes in LoL und Dota ähnlich. D.h. etwa bei jeder größeren Season.
(Man beachte, dass einige User auch deine Aussage über beinahe wöchentliche Metachanges entkräftet haben. Dies wäre aber für ein eSports Spiel sowieso fatal, da die Pros eine gewisse Konsistenz benötigen. Es wäre Schwachsinn, wenn man jede Woche neue Strategien üben muss.)
Auch bzgl. den Items muss ich dir widersprechen (ich habe beides etwa 700-1k Stunden gespielt):
In LoL sind die Items und wie diese deinen Helden beeinflussen sehr eindeutig. Stats wie AP/AD oder auf HP/Mana etc. sind Simpel. Man hat diese auf dem Item und bekommt genau das, was da drauf steht - fertig.
In Dota wirken die Items deutlich passiver, sind aber dennoch entscheidend. Plötzlich hält man im Teamfight deutlich(!) mehr aus und macht gleichzeitig mehr schaden, weil ein Item z.b. die Rüstung deines Teams erhöht, die Rüstung des Gegnerteams verringt und du durch die Stats passiv mehr Rüstung/Atkspeed/Dmg/Hp/Hp Regen kriegst. Die Stats stehen nicht immer direkt auf dem Item, sie sind aber da.
Viele solcher Items sind wichtig in Teamfights. Selbst bei den Dota Spieler merkt man: bis einem überdurchschnittlichen MMR (ähnlich wie Elo) kaufen die Spieler eher straightforward Items, die DMG/Crit oder möglichst viel Rohe HP geben. Dabei sind es bei weitem nicht die besten Item für das Team und geben nicht den meisten Schaden oder eHP, obwohl da am meisten flat DMG oder HP drauf steht.
Wie gesagt, ScrewD, Beethoven, B00M, Delinquenz, Icii und auch ich widersprechen dir in den meisten deiner Punkten. Und wir ich weiß, dass alle diese viel LoL gespielt hatten. Deine Wahrnehmung von sowohl LoL, als auch Dota unterscheidet sich stark von den anderen. Oder du verehrst einfach LoL und gehst nicht einigermaßen objektiv an Dota ran, sondern mit dem Gedanken: Hm, ich probiere das Scheiß Spiel aus und befasse mich nur oberflächlich damit.