Zitat von Beethoven;332602
League ist so erfolgreich weils einfach ist und man ohne Geld zu investieren was erreichen kann, der letztere Punkt zählt auch für Dota , aber trotzdem :D
Dem widerspreche ich. Einer der Gründe, warum ich Dota Spiele ist einfach, dass ich den Helden spielen will, auf den ich Bock habe. Bei LoL muss ich entweder mein Geld verschwenden und diesen Kaufen oder Gefühlt 2 Milliarden Spiele spielen, bis ich ihn freischalte.
Zitat von Assoult
Der höhere Schwierigkeitsgrad kommt meiner Meinung nach durch die Kombination der Updates und größeren Community denn erfolgreiche Strategien werden einfach viel schneller entschärft wenn 30 Millionen am Tag spielen als bei 1 Million davon abgesehen das Dota nicht mal diese großen Veränderungen hat
Da ich lange keine LoL mehr spiele, kann ich schwer beurteilen, wie stark die Updates Strategien ändern. Jedoch habe ich in eigentlich jedem eSport Spiel folgendes erlebt: Du kannst bis zu einem recht hohen Level im Prinzip machen was du willst, wenn du gut darin bist. Ich vermute mal, dass es in LoL auch so ist (außer das Balancing ist so im Eimer, dass man die "OP" Helden des aktuellen Patch spielen muss). Deshalb ändern neue Strategien nicht so massiv das Gameplay der Durchschnittsspieler.
Interessant finde ich aber, dass du von der Schwierigkeit LoL wirklich über Dota setzt. Ich kenne kaum einen, der diese Behauptung teilt. Im Gegenteil: Die meisten meiner Freunde, die LoL spielen, spielen kein Dota (oder schauen es sich nichtmal an), weil sie es für deutlich komplexer halten.
So wird man als Neuling zum Beispiel durch den kompletten Zugang zu allen Helden eventuell überrumpelt. Auch finde ich, dass mehr Dota Helden einzigartig sind (oder es bis dem Zeitpunkt, wo ich beides gespielt hatte, waren. Die neuen LoL-Helden kenne ich nicht). Zum Beispiel empfand ich damals, dass sich fast jeder AD-Carry beinahe identisch spielt und die Skills im Early-Game wichtig waren, später aber außer elementare Stuns/Slows o.ä. nur das Rechtsklicken wichtig war.
Ein Punkt der mich bei LoL stört:
Es hat für mich den Anschein, dass sich Riot zu sehr auf die Spieler fokusiert. Zum Beispiel sprach Assoult von Updates, die ~ alle 2 Wochen die Meta ändern. Ich stell mir das für einen Pro Spieler eher ärgerlich vor. Auch fand ich es furchtbar (und habe unter Anderem deshalb aufgehört), dass Riot die Einstellung hatte: "Die Leute wollen keine Supports spielen? Dann machen wir es ihnen schmackhafter!" und schieben ihnen alles in den Arsch - viel mehr Tools, die "kostenlos" Wards geben; mehr Items, die massiv Gold generieren etc. . Supports brauchen keine guten Items und ein Pro als Support erst recht nicht, um eine wichtige Rolle zu spielen.
Ich selbst habe in eigentlich allen Spielen gern Support gespielt und spiele in Dota beinahe nur Support. Mir macht es Spaß. Sollte es für Leute aber nicht so sein, dass der Wille zu gewinnen, einen dazu bringt mal Support zu wählen? Es ist ja schließlich so, dass das Team mit mind. einem Support besser ist als 5x Carry. Es ist auch nicht so, dass (zumindest in Dota) Supports nichts tun und einfach nur für Wards zuständig sind. Daher fand ich es ärgerlich, dass diese nun alles bekommen, nur damit sie mal gepickt werden.
Ich habe bzgl. des Support Picks, und warum er unbeliebt ist, immer folgende Überlegung: Viel Damage sieht jeder Idiot. Es fällt auf, wenn der Carry mit einem Hit >1/4 der Hp entfernt. Supports im Spiel sind eher subtil - sie geben dem Carry überhaupt erstmal die Möglichkeit an die nötigen Items zu kommen, um das Spiel zu gewinnen. Auch in Teamfights halten sie den Gegner zurück oder das Team am Leben. mMn sind Supports sogar wichtiger als Carries, wobei ich als Support-Spieler da voreingenommen bin.
Auch finde ich das Laning (in Dota) als Support deutlich interessant. Farmsimulator zu spielen ist langweilig. Als Support ist man rund um die Uhr beschäftigt, wenn man es denn richtig macht. Insgesamt konnte ich deshalb diese Abneigung nie verstehen.