Linux begegnet uns heute an vielen Stellen: auf Webservern, Gameservern, NAS-Systemen, Routern und sogar auf Smartphones. Gerade im Serverbereich gehört Linux zu den wichtigsten Betriebssystemen überhaupt.
In dieser Grundlagen-Serie zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie Linux funktioniert und wie du dich auch ohne Vorkenntnisse auf einem Linux-System zurechtfindest.
Was ist Linux?
Linux ist technisch gesehen der Kernel eines Betriebssystems. Zusammen mit weiteren Programmen und Werkzeugen entstehen daraus sogenannte Linux-Distributionen.
Bekannte Distributionen sind zum Beispiel:
- Ubuntu
- Debian
- Fedora
- Rocky Linux
- AlmaLinux
Im Serverbereich werden besonders häufig Debian und Ubuntu eingesetzt. Viele technische Anleitungen auf MMO-CORE werden sich deshalb zukünftig auf diese beiden Systeme konzentrieren.
Die Linux-Konsole
Auf einem Linux-Server arbeitet man häufig über die Kommandozeile. Befehle werden dabei direkt über ein Terminal eingegeben.
Einige grundlegende Befehle sind:
pwd
ls
cd
mkdir
cp
mv
rm
pwd zeigt dir das aktuelle Verzeichnis an. Mit ls kannst du den Inhalt eines Verzeichnisses anzeigen und mit cd zwischen verschiedenen Verzeichnissen wechseln.
Das Linux-Dateisystem
Anders als unter Windows gibt es normalerweise keine Laufwerksbuchstaben wie C: oder D:. Das gesamte Linux-Dateisystem beginnt beim sogenannten Root-Verzeichnis:
/
Einige wichtige Verzeichnisse sind:
- /home – persönliche Dateien der Benutzer
- /etc – Konfigurationsdateien
- /var – variable Daten wie Logs und Webserver-Dateien
- /tmp – temporäre Dateien
- /root – Home-Verzeichnis des Root-Benutzers
Das System aktualisieren
Bei Debian- und Ubuntu-Systemen werden Softwarepakete häufig über APT verwaltet. Die Paketinformationen lassen sich mit folgendem Befehl aktualisieren:
sudo apt update
Anschließend können verfügbare Aktualisierungen installiert werden:
sudo apt upgrade
Gerade bei Servern sollten Sicherheitsupdates regelmäßig installiert werden.
sudo und Root
Linux unterscheidet klar zwischen normalen Benutzern und Administratorrechten. Der Administrator wird unter Linux als root bezeichnet.
Mit sudo kann ein entsprechend berechtigter Benutzer einzelne Befehle mit Administratorrechten ausführen.
sudo apt update
Administratorrechte solltest du nur dann verwenden, wenn sie tatsächlich benötigt werden.
Wie geht es weiter?
Damit kennst du bereits einige der wichtigsten Grundlagen: Linux-Distributionen, das Dateisystem, die Kommandozeile und Administratorrechte.
In Linux Grundlagen #2 beschäftigen wir uns als Nächstes genauer mit Dateien, Verzeichnissen und Linux-Berechtigungen.